1.752 Euro vom Stadtteilfest gehen an Kinder- und Jugendtelefon Wiesbaden

1.752 Euro vom Stadtteilfest gehen an Kinder- und Jugendtelefon Wiesbaden
1.752 Euro vom Stadtteilfest gehen an Kinder- und Jugendtelefon Wiesbaden | Bild: Stadtteilzentrum Schelmengraben

Im Jugendcafé des Stadtteilzentrums Schelmengraben ist eine Spende in Höhe von 1.752 Euro an das Kinder- und Jugendtelefon Wiesbaden e. V. übergeben worden. Der Betrag stammt aus dem Erlös des diesjährigen Stadtteilfests, das unter dem Motto Kinderrechte stand, und soll die Beratung für Kinder und Jugendliche in belastenden Lebenslagen unterstützen.

Spendenaktion beim Stadtteilfest

Das Festkomitee des Schelmengrabens hatte beschlossen, die Einnahmen gezielt an das Kinder- und Jugendtelefon zu geben. Die Mittel kamen unter anderem aus Essensständen der Frauengruppen der Arbeitsgemeinschaft Schelmengraben, aus dem Kuchenverkauf der Gärtnergruppe und aus dem Stand des Jugendzentrums für alkoholfreie Cocktails. Das Stadtteilfest ist in Schelmengraben seit vielen Jahren ein fester Termin im Veranstaltungskalender, bei dem traditionell ein gemeinnütziger Zweck im Mittelpunkt steht.

Angebot des Kinder- und Jugendtelefons

Das Kinder- und Jugendtelefon Wiesbaden bietet ein anonymes und kostenfreies Gesprächsangebot für junge Menschen bis 27 Jahre. Rund 50 ehrenamtlich tätige Beraterinnen und Berater nehmen jährlich mehr als 5.500 Anrufe entgegen. Beratungsanliegen reichen von familiären Konflikten, Mobbing und Liebeskummer bis zu schwerwiegenden Themen wie Essstörungen, Suizidgedanken oder sexualisierter Gewalt. Nach Angaben des Vereins richtet sich das Angebot seit mehr als 30 Jahren an Kinder und Jugendliche in belastenden Lebenssituationen.

Bedeutung für den Stadtteil

Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher würdigte die Arbeit des Angebots und hob die Bedeutung vertraulicher und niedrigschwelliger Anlaufstellen hervor. Sie sagte, Kinder und Jugendliche bräuchten Orte, an denen sie gehört würden, ohne Angst vor Bewertung. Das Kinder- und Jugendtelefon leiste genau dies und sei ein wichtiger Baustein für den Schutz von Kinderrechten in der Stadt. Dass ein Stadtteilfest dieses Engagement konkret unterstütze, zeige, wie stark der gesellschaftliche Zusammenhalt im Schelmengraben gelebt werde.

Bei der Übergabe im Stadtteilzentrum waren Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Gruppen anwesend, darunter Conny Schneider von der Arbeitsgemeinschaft Schelmengraben e. V., Katharina Grau und Karen Fietkau vom Kinder- und Jugendtelefon, Lisa Martin vom Stadtteilbüro BauHausWerkstätten sowie Christoph Rath vom Stadtteilzentrum Schelmengraben.

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