Mende empfängt Sternsinger im Rathaus und lobt Engagement gegen Kinderarbeit

Mende empfängt Sternsinger im Rathaus und lobt Engagement gegen Kinderarbeit
Mende empfängt Sternsinger im Rathaus und lobt Engagement gegen Kinderarbeit | Bild: Stadt Wiesbaden

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende hat am Dienstag, 6. Januar, rund 30 Sternsinger aus mehreren katholischen Gemeinden im Darmstädter Rathaus empfangen. Die Kinder und Jugendlichen brachten den traditionellen Segensspruch an der Rathauspforte an und machten zugleich auf die Aktion Dreikönigssingen 2026 aufmerksam.

Empfang und Segenszeichen

Die Gruppe kam aus den Pfarreien St. Bonifatius, St. Birgid und St. Peter und Paul. An der Rathauspforte trugen die Sternsinger den Schriftzug C+M+B auf und erklärten ihn mit den Worten Christus mansionem benedicat, Christus segne dieses Haus. Vor dem Rathaus entstanden Aufnahmen mit dem Oberbürgermeister.

Mende dankte den Kindern für ihre Segenswünsche und ihren Einsatz für Kinderrechte. Er betonte, dass die Rechte von Kindern weltweit und auch lokal besser geschützt werden müssten. Schutz vor Krieg, gewaltfreie Erziehung, Zugang zu Bildung und Fürsorge nannte er als zentrale Anliegen. Kinderarbeit dürfe eigentlich nicht existieren, trotzdem könnten viele Kinder nicht zur Schule gehen oder spielerisch aufwachsen, sagte der Oberbürgermeister und begrüßte, dass die Sternsinger diese Missstände anprangern.

Thema der Aktion 2026

Die Sternsingeraktion 2026 steht unter dem Motto Schule statt Fabrik. Im Mittelpunkt der diesjährigen Aktion steht die Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit. Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich in zahlreichen Ländern dafür ein, Kinder aus Arbeitssituationen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.

Zu den Maßnahmen gehören Förderkurse, mit denen Kinder wieder in den Schulalltag eingeführt werden sollen, sowie Projekte, die Abbrüche verhindern und langfristig Bildungschancen schaffen. Die Veranstalter betonen, dass Bildung ein zentraler Schutz gegen Ausbeutung sei.

Brauchtum und Wirkung

Der Brauch des Sternsingens reicht bis ins Mittelalter zurück. Ursprünglich zogen als Könige verkleidete Jungen durch die Straßen und stellten den Weg zur Krippe nach. Das Kindermissionswerk nahm die Tradition 1959 mit der Aktion Dreikönigssingen wieder auf.

Heute gilt das Sternsingen als die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Die lokalen Treffen und Besuche wie der Empfang im Rathaus dienen sowohl religiösen als auch sozialen Zwecken und machen auf internationale Hilfsprojekte aufmerksam.

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