
Vom 6. März bis zum 4. April belebt ein Frühlingsmarkt das leerstehende Gebäude des früheren SportScheck an der Langgasse 5 bis 9. Die städtische Veranstaltung verbindet Handel, Gastronomie und Kultur in einem Pop up Format und folgt auf einen Adventsmarkt im Dezember 2025.
Zwischennutzung und Ziele
Der Markt ist montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr geöffnet und nutzt das vordere Erdgeschoss als temporären Ausstellungsraum. Organisiert wird die Aktion vom städtischen Citymanagement in Kooperation mit der Stadtentwicklungsgesellschaft als Eigentümerin der Immobilie und weiteren Partnern. Nach Aussage der Bürgermeisterin Christiane Hinninger soll die Veranstaltung ein Zeichen für eine lebendige Innenstadt setzen und die Aufenthaltsqualität sowie den Einzelhandel stärken.
Baudezernent Andreas Kowol betonte, dass Zwischennutzungen Startups und jungen Unternehmen ermöglichen, Konzepte in einem geschützten Rahmen zu erproben. Gleichzeitig blieben die Gebäude erlebbar, solange an einer langfristigen Nutzung gearbeitet werde, schrieb die Stadtverwaltung.
Angebot und räumliche Veränderungen
Für den Frühlingsmarkt wurden die Flächen gegenüber dem Adventsmarkt noch einmal optimiert. Durch die Entfernung einer früheren Schaufensterrückwand entstand eine zusätzliche breite Fensterfront, die den Markt offener zur Fußgängerzone hin wirken lasse, heißt es. Insgesamt sind 32 Händlerinnen und Händler angemeldet, dazu kommen zehn Winzerinnen und Winzer aus dem Rheingau.
Die Vinothek ist an der freigelegten Fensterfront platziert und soll einen Treffpunkt zum Verweilen bieten. Ergänzt wird das Angebot durch eine kleine Auswahl an Speisen und Getränken. Der Außenbereich wird, der Jahreszeit entsprechend, mit Stühlen und Tischen in das Marktgeschehen einbezogen, um die Verbindung zum öffentlichen Raum zu verstärken.
Programm und Veranstaltungen
Begleitend zum Markt ist ein breites Rahmenprogramm geplant. Dazu gehören Bastelangebote, Keramikworkshops, Kinderschminken, Aquarellzeichnen, Afterwork Abende, Musik und Weinproben. Citymanager Jens Ackermann verwies auf positive Erfahrungen aus dem Adventsmarkt und erklärte, die Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher sowie der umliegenden Händlerinnen und Händler flössen in die Weiterentwicklung des Angebots ein.
Zu den regelmäßigen Veranstaltungen gehören Afterwork Abende jeden Donnerstag bis 22 Uhr mit Ausnahme des Gründonnerstags am 2. April sowie offene Weinproben freitags von 17 bis 19 Uhr. Weitere Programmpunkte sind unter anderem ein Aquarell Workshop am 7. März, ein Drahtwerkstatt Angebot für Kinder am 11. März, Textildruck und Bastelaktionen am 14. März sowie mehrere Keramikworkshops an verschiedenen Terminen. Am Sonntag, dem 22. März, findet ein verkaufsoffener Sonntag im Rahmen des Ostermarkts statt.
Für einige Workshops wird eine Teilnahmegebühr erhoben. Für Keramikkurse ist eine Anmeldung per E Mail möglich, weitere Angebote sind zum Teil ohne Voranmeldung zugänglich.
Ausblick auf weitere Zwischennutzungen
Der Frühlingsmarkt ist Teil einer Reihe von Zwischennutzungen für das Gebäude. Nach einer Umbauphase sollen von Mai bis Ende Oktober Projekte im Rahmen der World Design Capital aus dem Raum Wiesbaden in mehreren Stationen gezeigt werden. Die Stadt will aus den Erfahrungen mit den temporären Formaten Hinweise für eine mögliche langfristige Nutzung der Immobilie gewinnen.
Der Markt endet offiziell am Samstag, dem 4. April.
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